Tierecke nun auch auf Facebook! 

„Leeroy“ ist 16 Monate alt, hat ein wunderschönes weißes Fell mit schwarzen Flecken und strahlend blaue Augen. Der stattliche Doggenrüde hat nur ein Manko: Er ist taub! Grund genug für seine Besitzer, ihn töten zu lassen. Jener Tierarzt, der „Leeroy“ hätte einschläfern sollen, verweigerte den Wunsch der Familie.

Unfassbar: Da werden Hunde gezüchtet, deren Besonderheit das weiße Fell ist. Seit Jahrzehnten weiß man allerdings, dass gerade diese Fellfärbung oftmals Taubheit verursacht. Egal, die Nachfrage bestimmt das Angebot, und deshalb wird munter weitergezüchtet. „Misslungene“ Exemplare werden dann halt eleminiert. „Leeroy“ hatte Glück im Unglück und ist nun in Obhut unserer Tierecke. Wir wünschen uns so sehr einen Platz bei Menschen, die ihm Sicherheit vermitteln können. Denn natürlich ist er in manchen Situationen schreckhaft und unsicher. Wenn Sie „Leeroy“ aufnehmen möchten, dann wenden Sie sich bitte an Frau Schandl: 0664/283 00 23.

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Bild: Klemens Groh

Das Foto von „Leeroy“ finden Sie auch auf unserer neuen Facebookseite unter: www.facebook.com/kronetierecke. Ab sofort finden Sie auf dieser Seite jeden Tag Wissenswertes rund um das Thema Tier. Außerdem können Sie mitdiskutieren – denn Ihre Meinung ist uns wichtig.

Wussten Sie zum Beispiel, dass der Anteil von BIO-Fleischprodukten in Österreich nur 2 Prozent ausmacht? Bei Milcherzeugnissen sieht es mit 27 Prozent Marktanteil besser aus. Mich interessiert, warum die Zahlen so ernüchternd sind. Liegt es an den Preisen, an der Deklarierung, am fehlenden Angebot, oder interessiert es die Österreicher(innen) nicht, woher ihr Fleisch kommt? Ich würde mich freuen, wenn Sie mir Ihre Erfahrungen zu diesem Thema schreiben –unter: tierecke@kronenzeitung.at

Maggie Entenfellner
Permalink: http://maggie.krone.at/stories/54631/

Welches Ei kommt ins Osternest?

Um über das Ei zu sprechen ist Ostern wohl der perfekte Zeitpunkt! Ich bin der Frage nachgegangen zu welchen Eiern Herr und Frau Österreicher greifen, und ob darauf geachtet wird aus welcher Haltungsform es stammt?

5,6 Millionen Hennen leben in unseren heimischen Betrieben. Pro Jahr legen diese an die 2 Milliarden Eier. Damit werden rund 70 Prozent des Bedarfs gedeckt. Die „fehlende“ Menge wird importiert.

Nur ein Viertel „unserer“ Hennen hat einen adäquaten Arbeitsplatz. Sie dürfen ins Freie und können nach Lust und Laune scharren – sprich sie leben in der sogenannten Freilandhaltung. Der Großteil der Eiproduzenntinen (67%) werden in Bodenhaltung untergebracht. Klingt gut? Ist es aber nicht! Die Stallungen sind riesig - die Fläche die ihnen zur Verfügung steht leider nicht. Pro Quadratmeter leben 7-9 Hennen. Aber es geht noch schlimmer. Denn nach wie vor werden Hühner in Käfigen gehalten. Das Bundestierschutzgesetz schreibt zwar vor, dass diese nun mit Sitzstangen ausgestaltet sein müssen. Nur, das Gelbe vom Ei ist diese Haltung mit Sicherheit nicht.

Toni Hubmann, Gründer von „Toni’s Freilandeiern“ und Pionier der tierschutzfreundlichen Hennenhaltung: „Leider verabsäumen viele Konsumenten beim Kauf von Eiern auf deren Herkunft zu achten.“ Jedes Ei das in Österreich angeboten wird, muss gekennzeichnet sein. 0=Biofreilandhaltung. 1=Freilandhaltung. 2=Bodenhaltung. 3=Käfighaltung. Lassen Sie sich auch nicht auf Bauernmärkten beirren – auch auf diesen werden Käfigeier verkauft. Mein Tipp: Überprüfen Sie stets woher das Ei stammt und greifen Sie bitte ausschließlich zu Eiern mit der Kennzeichnung 0 oder 1 - nicht nur jetzt zu Ostern sondern das ganze Jahr über.

Maggie Entenfellner
Permalink: http://maggie.krone.at/stories/54546/

Unsere Schützlinge

Sie erinnern sich vielleicht noch an die Perserkatzen, die im Februar vor dem Tierheim Dechanthof in Mistelbach ausgesetzt wurden. Bei klirrender Kälte hatten die Besitzer die armen Tiere in Schachteln ihrem Schicksal überlassen. Als die Mitarbeiter des Tierheimes sie entdeckten, war es für eine Katze leider zu spät. Die arme Kreatur war von ihren Artgenossen erdrückt worden. Dreißig Samtpfoten kamen in die Obhut unserer Tierecke. Tagelang waren unsere Tierärzte Iris Fröhlich von der Tierklinik Döbling, Peter Rippel, – Tierarzt am Spittelberg, und Johann Brabenetz vom Tierambulatorium Liebiggasse damit beschäftigt, die völlig verwahrlosten Tiere medizinisch zu betreuen. Sie mussten geschoren werden, da ihr Fell völlig verkotet und hart wie Beton war. Sie wurden geimpft, entfloht, und auch die Zähne mussten saniert werden. Wir danken allen Spendern, die durch ihre Unterstützung diese Rettungsaktion erst möglich machten. Mittlerweile konnten wir all diese Katzen auf liebevolle Plätze vergeben.

Nicht ganz so erfreulich sieht es leider bei der Vermittlung unserer geretteten Hunde aus. Anfang 2011 wurden zwei besonders schlimme Fälle von Animal Hording aufgedeckt – im Waldviertel und im Bezirk Bruck/Leitha. Unter katastrophalen Umständen mussten diese Tiere dahinvegetieren. Eingesperrt in dunkle Kellerverliese, niemals die Möglichkeit, die Sonne auf der Haut zu spüren oder nach Herzenslust herumzutoben – boten diese armen Vierbeiner ein Bild des Grauens. Nun sehnen sie sich nach Liebe und Geborgenheit bei Menschen, die viel Geduld haben. Wenn Sie einem solchen leidgeprüften Lebewesen eine Chance geben möchten, dann wenden Sie sich bitte an uns (Tel.: 01/36011/3317). Videos zu den Rettungsaktionen finden Sie unter: www.krone.tv.

Maggie Entenfellner
Permalink: http://maggie.krone.at/stories/54493/

Radioaktivität - Auswirkungen auf die Weltmeere

Die Tragödie, das menschliche Leid in Japan ist unermesslich. Jeden Tag ereilen uns weitere Hiobsbotschaften und besorgniserregende Informationen. Viele Menschen interessiert auch, wie sich die Atomkatastrophe auf das Meer auswirkt. Der Jod-131- Wert soll bereits um das 3335-fache gestiegen sein. Der Wind trägt die radioaktiven Strahlen auf den Pazifik hinaus trägt und radioaktive Abwässer werden offensichtlich ins Meer geleitet. Auch wenn man keine Panik erzeugen soll, steht eines fest: Die unsichtbare Gefahr kann durch die Luft in entfernte Regionen transportiert werden. Denn in fünftausend Meter Höhe herrscht eine Windgeschwindigkeit von etwa 300km/h und so sind Distanzen von mehreren tausenden Kilometern schnell überwunden. Die Verbreitung durch die Meeresströmungen darf ebenfalls nicht unterschätzt werden.

Auch wenn in Österreich kaum Fischprodukte aus Japan eingeführt werden, kann Speisefisch aus dem Nordpazifik auf unseren Tellern landen. Nicolas Entrup von der WDCS (Whale and dolphin Conservation Society) zeigt auf, dass bis heute die Cäsiumwerte in der Ostsee auf Grund der Tschernobyl Katastrophe 1986 noch immer stark erhöht sind. „Die Auswirkungen auf die Nahrungskette und Meeressäuger sind kaum abschätzbar. Die Risiken der Radioaktivität gelten für diese Tiere genauso wie für uns Menschen“ so der Meeresexperte. In den letzten Jahrzehnten haben wir die Meere nahezu leergefischt. Nun könnte die Situation noch prekärer werden!

Was also tun? Dann und wann auf Meeresprodukte verzichten und stattdessen zu heimischen Fisch greifen. Denn weniger ist in dieser Situation ME(H)ER.

Maggie Entenfellner
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Kanadas Schande

Das schneeweiße Packeis im Nordosten Kanadas färbt sich in den kommenden Wochen wieder blutrot. Im St. Lorenzstrom und vor Neufundland beginnt erneut das Robbenschlachten. Die weltweit größte Massentötung von Wildtieren.

Seit tausenden von Jahren kommen im Frühling Sattelrobben an Kanadas Küsten, um dort auf den Eisschollen ihre Babys zu bekommen. Zur gleichen Zeit ziehen hunderte Männer - Jäger, Arbeiter von Fischereibetrieben - dorthin. Im Gepäck haben sie Eisenstangen und Gewehre. Ihr Ziel: so viele Tiere wie nur möglich zu ermorden. Völlig hilflos liegen die jungen Tiere, „Heuler“ genannt, auf dem Eis und haben keine Chance zu fliehen. Die Jungrobben sind eine leichte Beute, denn sie können noch nicht schwimmen.

Die Kanadische Regierung schreibt auf der Homepage, dass die Tötung human erfolg und genau kontrolliert wird. Nur, die Videos der Tierschutzorganisation PETA zeigen die Wahrheit! Wie verrückt geworden, schlagen die Männer auf die Tiere ein. Kümmern sich nicht darum, ob der Schlag tatsächlich getötet hat. Mit Bootshaken werden die sterbenden Kreaturen auf einen Haufen geworfen um ihnen dann das Fell abzuziehen. An die Dreihunderttausend Robben werden so jedes Jahr hingerichtet – die Kanadische Regierung spricht von „Ernte“! Außerdem müssten die Populationen verkleinert werden, da die Robben die Fischbestände gefährden würden...

Seit Oktober 2010 gilt in der EU ein Importverbot für Robbenprodukte – nun versucht man den China als Abnehmer zu gewinnen. Hier finden Sie ein Video dazu, das allerdings nur für starke Nerven geeignet ist. Bitte schicken Sie Ihr Protestschreiben an die Kanadische Botschaft, Lorenzerberg 2, 1010 Wien.

Maggie Entenfellner

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Tote Boa am Verkehrsschild

Unglaublich aber leider wahr! Ein Steirer konnte vergangene Woche kaum glauben was er da sah! Auf einem Verkehrsschild hing eine riesige Würgeschlange. Bei genauer Betrachtung konnte er feststellen dass das Tier bereits tot war. Wie und warum das Tier verendete? Man weiß es leider nicht, da keine Obduktion angeordnet wurde. Anzunehmen ist allerdings, dass die Boa illegal gehalten wurde, ansonsten hätte der Besitzer den Tod des Tieres wohl gemeldet. Denn die Haltung einer Boa ist meldepflichtig. Doch wo kein Kläger da auch kein Richter. Es ist äußerst einfach ein solches Tier zu erwerben. Im Internet, oder auf Reptilienmessen bekommt jeder zahlende Interessent Schlangen, Echsen, Warane oder andere exotische Reptilien. Das Gesetz schreibt vor, dass vor Erwerb solcher Tiere entsprechende Unterbringungsmöglichkeiten geschaffen werden müssen. Nur, niemand kontrolliert dies. Das Gesetz ist leider nicht einmal das Papier wert auf dem es steht.

Doch nicht nur die Tiere leiden. Vor kurzem kam es in Niederösterreich zu einer Katastrophe. Ein 13 Monate alter Bub starb an einer Salmonellen Vergiftung. Verursacher war der Waran seiner Eltern. Wie könnte es anders sein: auch dieses Tier wurde illegal gehalten. Nur weil skrupellose Menschen viel Geld mit dem Handel der Exoten verdienen möchten und sie an Menschen ohne jede Kenntnis verkaufen, musste ein Kind sterben.

Ich frage mich was noch passieren muss, bis endlich etwas dagegen unternommen wird. Warum wird die Haltung solcher Tiere nicht besser kontrolliert? Warum werden Reptilienbörsen nicht genauer unter die Lupe genommen? Exotische Tiere gehören ausnahmslos in die Hände von Experten!

Maggie Entenfellner
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„Hundeschweiger“ Bernhard Kainz beim weißen Tiger

Eine Zusammenführung der besonderen Art durfte ich im Zoo Bratislava durchführen. Hund und Tiger sollten sich kennen lernen. Beide waren sichtlich überascht von ihrem Gegenüber.

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Nach erfolgten Schnupperkontakt ging es mit dem 5 Monate alten weißen Tiger zum Training. Schnell baute der liebe Kerl Vertrauen auf und lernte mit Freude so manche Hindernisse zu überwinden. Es wurde über eine Bank balanciert sowie durch den Zoo/Tiergarten spaziert wo Erwachsene und tobende Kinder mit ihren Fahrzeugen zur Reizgewöhnung dienten.

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"Gib 5!" durfte natürlich auch nicht fehlen um die gelungenen Übungen zu bestätigen. So wird der weiße Tiger an verschiedene Umweltreize, andere Tiere und Menschen gewöhnt. Dies bringt für den später erwachsenen Tiger viele Vorteile mit sich, z.B. muss bei Impfungen oder anderen Untersuchungen kein Narkosemittel verabreicht werden. Auch trägt dieser Weg zu einem stressfreieren, ausgeglicheneren Leben des Tigers bei.

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Wildtiere gehören in die Freiheit, nur muss man vielleicht erklären, dass es sich bei der Farbe des weißen Tigers um einen Gendefekt handelt. Er kommt auch in freier Wildbahn so gut wie nie vor. Meistens wird er von der Mutter nicht aufgezogen oder ihm bleibt das Beuteglück verwehrt, da er durch seine weiße Farbe nicht nahe genug an die Beute herankommt.

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Ihr Bernhard Kainz
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"Hundeschweiger" Bernhard Kainz bei den ganz Kleinen

Bei meinem Vortrag im Kindergarten Spannberg wollte ich den Zweieinhalb- bis Sechsjährigen ein paar wichtige Grundlagen im Umgang mit dem Hund zuhause, aber auch mit fremden Hundenaußerhalb des Hauses vermitteln. Es hatte mich doch etwas überrascht, wie aufmerksam und wissbegierig diese Kinder teilnahmen.

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Die Kernpunkte wie vom Liegeplatz und von der Futterschüssel des Hundes fernzubleiben, hatten sie schnell verstanden. Dass man sich im Freien bei Hundebegegnungen passiv verhalten soll, die Hände am Körper halten, den Hund abschnuppern lassen, nicht schreien soll, wurde auch aufgenommen.

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Eine kleine Vorführung der Spaßschule (Sitz, Platz, Peng, Schleife….) von General Lee mit meiner Frau Martina durfte natürlich auch nicht fehlen und machte den Kindern wohl den meisten Spaß, da sie auch selbst am Training teilhaben durften. Sie entlockten dem General so manches Sitz, welches gleich im Handumdrehen mit einem Leckerlie bestärkt wurde. General Lee kam nicht zu kurz, denn so viele Hände zugleich hatten ihm auch noch nie Leckerlie gereicht.

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Mir persönlich ist es wichtig, dass auch schon bei den Kleinen unserer Gesellschaft mit dem lehren und lernen im Umgang mit des Menschen bestem Freund - dem Hund - begonnen wird. Gut geschulte Kinder begeben sich nicht so in Gefahr bzw. bringen den Hund in keine Konfliktsituation, die eventuell zu Beißvorfällen führen könnte.

Ihr „Hundeschweiger“ Bernhard Kainz

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